Hier ist gerade relativ wenig los. Relativ gar nichts.
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Lose Gedanken und Beobachtungen während eines Transatlantikflugs

Beitrag vom: Montag, 8. Juni 2009 | 5 Kommentare »
  • Im Vorfeld war mein Plan, während der 11 Stunden Flug etwas zu schlafen — in der neuen Zeitzone war es schließlich nachts. Ich bewundere Menschen, die in allen Umgebungen und Körperlagen schlafen können. Mein Sitznachbar rasselte bereits vor dem Durchbrechen der Wolkendecke. Wenn ich mitten am Tag und im larmumhüllten Flugzeugsitz die Augen schließe, dann fühlt es sich an, als stemmten sich zwei Streichhölzer dagegen. Nachdem ich dann doch ein paar Minuten döste dann die prompte Überraschung: Auf meinem Tischchen liegen zwei Formulare. Ich mag keine Formulare. Meine erste Steuererklärung habe ich zwei Jahre verspätet eingereicht (und das auch nur so früh, weil das Finanzamt dann klar gemacht hat, dass die nächsten Mitteilungen wirklich, wirklich weniger freundlich sein werden). Ich vermute, dass die Amerikaner weniger Geduld mit mir haben werden und greife gleich zum Stift. Die erste Hürde war schnell überwunden und ich war stolz, meinen Namen korrekt angegeben zu haben. Klingt ironisch, aber ich bin ein Experte darin, im Feld “Name” den vollen Namen einzutragen und dann mit einem Fragezeichen im Gesicht auf das Feld “Vorname” zu blicken.

    Diesmal pfusche ich an anderer Stelle und verrutsche in der Zeile. Mein Geburtstag lautet im ersten Anlauf “MALE”. Den IQ-Test vor der Einreise habe ich schonmal nicht bestanden. Ich hoffe aber, sie lassen mich trotzdem rein. Sicherheitshalber habe ich für solche Fälle fünf Sorten Ritter Sport im Rucksack. Mit einer davon MÜSSEN die Zöllner zu bestechen sein (hoffentlich nicht Knusperflakes).

  • Eine 747 ist doch noch ein wenig größer als mein WG-Zimmer. Bemerkt habe ich es daran, dass seit einer viertel Stunde zwei Stewardessen mit einer Omi, die sich verlaufen hat, nach ihrem Platz suchen.
  • Ein 17-Zoll-Notebook ist für die Flugzeugtischchen in der Economyclass etwas zu groß. Mal sehen, ob ich mich auf dem Rückweg noch damit grämen muss — ein schnuckliges Netbook wäre genau richtig. Die Alternative, ein Upgrade auf die Businessclass, wäre schließlich teurer. Ich fühle mich fast wie ein Sparfuchs.
  • Grönland sieht verdammt toll aus von oben (bestimmt auch von unten sowie erst recht von der Seite!)

5 Kommentare on “Lose Gedanken und Beobachtungen während eines Transatlantikflugs”

  1. 1 Kristin said at 18:01 on Montag, 8. Juni 2009:

    Thomi, ich bin jetzt schon Fan deines Blogs. Witzig, was und wie du schreibst. Apropos Schreiben: Was ist denn aus der Diplomarbeit und meiner Korrekturarbeit geworden? Erlischt damit mein Anspruch auf zwei Sofa- und / oder Schlafsackplätze in San Francisco nächstes Jahr?
    Jedenfalls: Willkommen in der Blogwelt. Ich werde dich bewerben.
    Howdie und toitoitoi für das nichteuropäische Ausland,
    Kristin

  2. 2 F said at 19:02 on Montag, 8. Juni 2009:

    Grönland sah im Dezember irgendwie anders aus…

  3. 3 Falke said at 20:57 on Montag, 8. Juni 2009:

    Hi Thomi,

    dass ist mein erster/erstes RSS Feed, den ich abonniert habe. Allein die Wortwahl ist grotesk: RSS Feed abonnieren. Klingt für einen analogen Menschen nach sinnlos Geld ausgeben. Da ich Dir unendlich vertraue, bin ich einfach den Links gefolgt und nun von Deiner Seite (Blog?) begeistert. Schöne bunte Bildchen vorneweg und Deine charmanten wie humorvollen Ansichten auf das Leben gefallen mir sehr gut. Ich werde hier öfter vorbei schauen.

    Zunächst aber wünsche ich Dir viel Freude an der Westcoast und lass Dich bitte nicht erschießen (Du weißt schon…)

    Herzlichst von der 400 Hektar großen Eisenbahnplatte, Falk

  4. 4 WahlTexaner said at 21:24 on Montag, 8. Juni 2009:

    Wenn du nach dem langen Flug nicht schlafen kannst (also zur richtigen Ortszeit), dann geh zur Ecke Ashbury & Haight. Dort kannst du dich in wenigen Minuten mit ganz viel Pot eindecken und dann pennen.

  5. 5 Thomas said at 03:55 on Mittwoch, 10. Juni 2009:

    Danke, danke, danke für die Tipps, vor allem dem, wo ich mich mit Drogen eindecken kann. Ist gleich um die Ecke. Und ich hatte schon Angst, ich müsste einen Monat nur Klebstoff schnüffeln und hyperventilieren.


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